Sie befinden sich hier: Aktuelles

Stellprobe des Sanitätsteams Wien für die EURO 2008

Die Einsatzorganisationen übten am 2. November 2007 im Wiener Stadionbad für den Einsatz bei der Fußball-Europameisterschaft 2008.

Im Wiener Stadionbad ist am 2. November erstmals das für die EURO 2008 geplante Notfallspital des Sanitätsteam Wien aufgebaut worden. Vorerst wurde nur getestet, montiert und ausgemessen. Zur Europameisterschaft soll dann alles nach Wunsch funktionieren. Gerade deshalb sind solche Probeläufe unbedingt nötig, damit Probleme beseitigt und Adaptionen getätigt werden können.

700 Patienten in sechs Stunden

Rund 400 Quadratmeter misst die medizinische Versorgungsstation und kann bei Bedarf auf bis zu 700 Quadratmeter erweitert werden. Neben dem ASBÖ sind alle anderen Rettungsorganisationen, die Polizei, die Berufsfeuerwehr Wien, der Krankenanstaltenverbund und das Bundesheer im Sanitätsteam Wien vertreten. Je nach Bedarf werden drei bis vier Zeltstationen aufgebaut, wobei pro Zelteinheit ca. 30 Patienten versorgt werden. Insgesamt ist das Notfallspital auf 700 Patienten in sechs Stunden angelegt.

Wie in einem richtigen Spital sind auch im Stadionbad Infusionen, Defibrillatoren und Verbandsmaterialien vorhanden. Sogar kleinere chirurgische Eingriffe können in einem eigenen Bereich für Schwerverletzte gemacht werden. Zusätzlich wird ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet um akute Notfälle sofort in ein nahe gelegenes Krankenhaus zu transportieren.

Ein Projekt der Superlative

Für den Betrieb des Notspitals werden rund 150 Sanitäter und 20 Ärzte gebraucht. Durch eine eigens gelegte Falz-Straße des Bundesheeres werden die Patienten mit einem von mehr als 100 Trupps des Heeres direkt vom Ernst-Happel-Stadion zum Triageplatz gebracht. Dort angekommen, werden die Patienten per Patientenleitsystem von einem Arzt und einem Sanitäter in drei Kategorien eingeteilt. Schwerverletzte, Leichtverletzte und Sofortbehandlung. Das garantiert eine schnelle Versorgung und erspart aufwendige administrative Tätigkeiten.

Damit dieses Event gut über die Bühne geht, wird bis zur EURO noch weiterhin fleißig geprobt und geübt. Auch die Erfahrungen der deutschen Kollegen, die vor einem Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft betreut haben, fließen in den Planungen mit ein.